Wenn man es genau betrachtet, dann kann man dem Sachverhalt natürlich einen - wenn auch geringen - Wahrheitsgehalt nicht absprechen. Bloß die Tatsache, daß jemand vollkommen von ihm überzeugt ist und nur deshalb auf dessen Allgemeingültigkeit pocht, kann so nicht akzeptiert werden. Im Gegenteil, sie sollte sogar aufs Schärste kritisiert werden, denn wie wohl jeder meiner geneigten Leser genau weiß, ist der Himmel die Wahrheit und die Meinungen sind die Wolken. Die allseits gepredigte Toleranz kann nicht als Allheilmittel aller zwischenmenschlichen Problematiken hergezogen werden. Stattdessen müssen wir anpacken und gemeinsam den Weg ebnen, den wir und unsere nachfolgenden Generationen beschreiten wollen. Und genau deshalb - und nicht wegen den Meinungen einiger konservativen alten Männer, die sich vergrämt durch den Bart streichen - ist die Änderung das wesentliche Augenmerk, auf das wir uns in unserem Streben konzentrieren sollten. Die oft zitierte bessere Zukunft soll für uns nicht nur eine Phrase sein, kein inhaltsloses Gerede, sondern vielmehr passierte und passierende Realität.
Meine lieben Leserinnen und Leser, wir alle glauben doch an dieselben Werte. Wir wollen alle dasselbe und keiner von uns ist müde, den Kampf dafür immerwährend neu aufzunehmen. Doch wenn die Dinge so umschrieben werden, dann verwischt die Wirklichkeit und das Licht im Dunklen, unser Wegweiser in die Zukunft, verlischt. Wir können und dürfen es uns nicht leisten, auf diesen Leuchtturm zu verzichten, sondern sollten an ihm unseren Kurs festmachen. Nicht nur im Gedenken an uns und unsere Kinder, sondern auch an unsere vorangegangenen Generationen, die uns den Weg bis hier und heute bereitet haben.
Dies ist ein historischer Augenblick. Wir schreiben Geschichte, während dieser gedenkwürdigen Minuten und ich glaube fest daran, daß das, was zu geschehen hat, auch geschehen wird. Wir müssen lediglich unsere gemeinsame Kraftanstrengung fokussieren und fortan wird es nicht mehr nötig sein, daß der Prophet zum Berg geht! Ein für allemal wird es in Zukunft heissen, daß der Berg nicht nur kommt, wenn er gebraucht wird, sondern daß er vielmehr allgegenwärtig ist, wann immer wir ihn brauchen! Meine lieben Leser! Das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen, lediglich der Brunnen ist leer. Aber der fliessende Übergang zu mehr Wohlstand für uns alle liegt nur einen Handgriff entfernt!
Also, lasst es uns gemeinsam anfassen! Lasst uns gemeinsam diese Ungerechtigkeit ein für allemal beenden! Wir können und wir werden diese Dinge nicht weiter hinnehmen. Wir müssen nicht verstehen, was ihre Gründe sind. Wir wissen nur eins:
ihre Werte stehen für all' das, für das
unsere Werte nicht stehen!
Revolution!