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27. Januar, 01:09 Uhr

Ein viertel Jahrtausend Mozart


Heute vor 250 Jahren wurde Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart geboren. Das ist doch Grund genug, um zu gratulieren! Über 200 Jahre in den Charts, davor kann man den Hut ziehen; der erste, der Opern nicht zwangsläufig in italienisch machen mußte, das kann man begrüßen; unzählige Hits und Evergreens, da sag' ich: potztausend!

Für mich ist und bleibt er der Amadeus aus dem grandiosen gleichnamigen Film von Milos Forman, bravourös verkörpert durch Tom Hulce. Auch wenn er mit dem Original wahrscheinlich soviel zu tun hat, wie die Mozartkugel mit seiner gepuderten Perücke. Leicht, unbeschwert und absolut rigoros virtuos. Eben ein echter Theophilus, ein Amadeus, ein Gottlieb - einer, der von Gott geliebt wird und durch den Gott spricht. Mit der Musik... so wie es der ebenso fiktive Antonio Salieri im Film ausdrückte, bevor er Absolution, Absolution, Absolution erteilte.

Mozart selber sagte: Was mich aber am meisten aufrichtet und guten Muthes erhält, ist, daß ich ein ehrlicher Teutscher bin. Das ist übrigens für mich nach wie vor ein Rätsel..... Mozart ist in Salzburg geboren. Damals gehörte Salzburg aber zu Deutschland. Also war er Deutscher. Wegen mir auch Teutscher. Dürfen die Ösis denn nun wirklich ihren Euro mit dem Mozart Konterfei verzieren und ihn als Österreicher bezeichnen? Irgendwie wirkt das auf mich wie Opportunismus... denn ein anderer berühmter, tatsächlicher Österreicher wird uneingeschränkt uns zugeschoben... naja, war ja auch unser letzter Diktator... whatsoever.

Mozarts Musik hat jeder schonmal gehört, wenige können die Stücke aber beim Namen nennen und fast niemand kann sie verstehen. Überhaupt niemand kann sie reproduzieren. War es wirklich nur die Strenge seines Vaters Leopold, die dafür gesorgt hat, daß dieser außergewöhnliche Mann der Welt diese außergewöhnliche Musik hinterlassen konnte? Oder war es ein großer genetischer Zufall, eine Mutation, die ein anderes Musikverständnis erzwang? Oder was?

Und wo ist er heute? Niemand weiß es. Als hätte es ihn nie gegeben. Er wurde in ein unbezeichnetes Massengrab geworfen und seither ist er verschollen. Es ist fast wie ein Märchen. Und wurde er vergiftet, wie er selber behauptete? Spannend, spannend.

Aber die Musik bleibt. Und wie sagte Albert Einstein? Mozarts Musik ist so rein und schön, dass ich sie als die innere Schönheit des Universums selbst ansehe.
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